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Hello,

This site is a small chronicle about my scientifical activities. Stroll around a while!

Hallo,

mein Name ist Rajner Tatz und ich studiere (noch) Ethnologie in Mainz. Diese Seite ist nur eine Chronik meiner “wissenschaftlichen Aktivitäten”, die noch in den Kinderschuhen stecken. Das Bloggen unter eigenem Namen habe ich eingestellt und blogge inzwischen unter einem anderen Namen.

Zur Einführung:

Der Ethnologe muss die Welt im Blick haben, während er gleichzeitig versucht seinen Nächsten eine Perspektive für die Welt anzubieten und zu erweitern. Ein Grundproblem unserer Zeit ist, dass viele Menschen identitätsstiftende, schwer aufgeladene Begriffe miteinander verwechseln. Ein Beispiel wären die Begriffe Ethnizität, Kultur und Nation. Viele verstehen und verwenden diese Begriffe synonym und können sie nicht trennscharf außeinanderhalten. Es ist eine Unlogik, die sich hier auftut. Deswegen trennen wir diese ganz kurz:

Nationen sind politische Gemeinschaften innerhalb von Staatsgrenzen. Ethnizität überschreitet diese Grenzen z. B. in Form von Migration und ist nicht an diese Grenzen gebunden. Ethnizität ist das Verhältnis zwischen ethnischen Gruppen, die beide für sich annehmen, sich voneinander kulturell zu unterscheiden. Kultur ist hier sowieso fehl am Platze, weil einem manchmal beim Lesen von Artikeln, Kolumnen und Kommentaren das Gefühl beschleicht, der Rassebegriff ist lediglich durch den Kulturbegriff ersetzt worden. Es gab sicher Kulturbegriffe, die einen sinnstiftenden gemeinschaftlichen Klang hatten, aber die stammen aus längst vergangenen Zeiten. Im Grunde erforscht (und vergleicht) ein Ethnologe weltweit Kultur und soziales Verhalten von ethnischen Gruppen (auch der eigenen!) und indigenen Völkern, um es auf einen Punkt zu bringen. Dass die dabei auftretenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich jeder formaler Logik entziehen, ist eigentlich selbstverständlich. Jede Beziehung zwischen ethnischen Gruppen folgt einer eigenen Dramaturgie, einer eigenen Logik, einer ethnologic.